Nach einer langen Testphase möchte ich heute mein heiß geliebtes Deorezept mit euch teilen.
Das Deo ist der Hammer, es ist pflegend, einfach in der Anwendung und schützt vor Schweißgeruch. Und das sogar nach mehrfachem Auftragen, man muss noch nicht einmal den Waschlappen schwingen, kann also auch wunderbar unterwegs genutzt werden.
Diese wunderbare Wirkung ohne Aluminiumchlorid zu erhalten ist für mich das Größte! Es gibt viele Deos auf dem Markt und viele der Hersteller gehen mittlerweile mit der Zeit und beobachten den Markt so genau dass sie immer mehr neue Deos auf den Markt werfen allerdings basieren die meisten auf Alkohol und enthalten Silikone. Außerdem bin ich mit der Firmenphilosophie einiger großen Herstellern nicht einverstanden und Tierversuche müssen auch nicht sein! Also schwingen wir selber den Stab (bzw. Mörserstab) und rühren selber.

Benötigte Materialien

• Mörserstab und Schale
• leere Cremedose
• Thermometer
• Mikrowelle oder Herd zum Fette schmelzen
• und natürlich die Zutaten aus dem Rezept

Rezept

• 4 TL Natron
• 2 TL Zinkoxid (nach Bedarf, wirkt antiseptisch und feuchtigkeitsbindend)
• 4 TL Kokosöl
• 2,5 TL Traubenkernöl/Jojobaöl/Mandelöl (ganz nach Belieben)
• 2 TL Sheabutter
• Parfumöl nach Bedarf (einfach mal Schnuppern)
• nach Bedarf ein paar Tropfen Salbeiextrakt (wirkt schweißhemmend)

 

Anleitung

Das Kokosöl und die Sheabutter in der Mikrowelle oder in einem heißen Wasserbad schmelzen. Wenn die beiden Fette auf mindestens 50°C herunter gekühlt sind das Natron und das flüssige Öl hinzugeben und ca. 5 Minuten mit dem Mörser verrühren.
Währenddessen versuchen das Natronpulver noch feiner zu stoßen damit die Deocreme bei Auftragen nicht zu kratzig und bröckelig ist.
Das Kaisernatron ist sehr grobkörnig und somit auch kratzig, sehr feines Natron gibt es hier: https://amzn.to/2IRulwe (Partnerlink)

Anschließend das Parfumöl und evtl. ein wenig Salbeiextrakt hinzufügen.

Jetzt kann die Creme abgefüllt werden.
Da die abgefüllte Creme erst noch sehr flüssig ist stelle ich sie direkt in den Kühlschrank und hole sie nach einer Nacht heraus und dann ab ins Bad. Normalerweise zieht sie aber auch von alleine nach ein paar Tagen noch etwas nach, heißt dass sie noch etwas fester wird. Falls das nicht der Fall ist kann es bei der nächste Fuhre hilfreich sein anstelle des Kokosöls Palmin (das normale, nicht Soft!) zu benutzen. Dies macht die Creme noch etwas härter. Für den akuten Fall dass die Creme noch sehr flüssig ist einfach ein wenig Kakaobutter schmelzen und unterrühren.

Das Auftragen mag am Anfang etwas merkwürdig sein aber man gewöhnt sich schnell an die etwas kratzige Creme. Hier ist weniger mehr, eine Fingerspitze genügt pro Achsel normalerweise völlig. Am Angenehmsten ist es wenn die Achseln noch feucht (z. B. nach dem Duschen) sind.

Infos und Tipps

  • Wichtig: Das Natron darf keinesfalls mit heißem Öl oder Wasser zusammen gerührt werden. Oberhalb einer Temperatur von 50 °C zersetzt sich Natron zu Natriumcarbonat. Dies ist Soda und wird zur Reinigung eingesetzt und ist somit keinesfalls zur Körperpflege geeignet!
  • Natron wirkt basisch, wodurch sich die geruchsbildenden Bakterien weniger vermehren können, es zerstört die vom Schweiß gebildeten Fettsäuren
  • Wenn man Natron auf die Kleidung gibt, kann sich der Schweiß nicht festsetzen
  • Wie lange ist das Deo haltbar? Immer genauso lange wie die Haltbarkeit des am kürzesten haltbaren Fettes/Öls.
  • Notiert euch bei selbstgemachter Kosmetik immer das Produktionsdatum damit ihr die Haltbarkeit nachvollziehen könnt, besonders wenn ihr sie verschenken wollt ist das meines Erachtens wichtig. Oder notiert direkt ein MHD auf der Verpackung.
  • Auch die Inhaltsstoffe und Mengen solltet ihr euch notieren, so könnt ihr strukturierter experimentieren. Außerdem sollten die Inhaltsstoffe auf der Verpackung o. Ä. stehen wenn ihr eure Kosmetik verschenken möchtet denn es gibt viele natürliche Inhaltsstoffe die bei Allergikern Reaktionen auslösen.
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